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Bahnhöfe

Steinwiesen

Der in der Ortsmitte gelegene Bahnhof ist Ausgangspunkt der elf Kilometer langen Museumsbahn. Von den einst umfangreichen Gleisanlagen ist nur noch das Hauptgleis vorhanden. Hinter dem Prellbock der Inselbahn verlief bis 2005 die Strecke nach Kronach. Teilweise auf dem ehemaligen Bahndamm führt ein Radweg in die Kreisstadt. Im früheren Schalter- und Warteraum des Gebäudes hat eine Forstdienststelle ihren Sitz. Der hölzerne Güterschuppen beheimatet eine Ausstellung des Naturparks Frankenwald über Flora und Fauna, welche an den Betriebstagen geöffnet hat. Im einstigen Stationsgebäude, das umfassend renoviert wurde, befinden sich auf der Bahnsteigseite auch sanitäre Anlagen. Zwei Sitzgruppen aus heimischen Hölzern sowie ein Spielplatz erleichtern den Fahrgästen und Kindern das Warten auf die Mitfahrt im historischen Schienenbus aus dem Jahr 1959. Parkplätze sind sowohl vor dem Bahnhofsgebäude als auch auf dem Festplatz des früheren Lagerplatzes in ausreichender Zahl vorhanden. Vom 1. Mai bis 3. Oktober ist die Museumsbahn an den Freizeit- und Radlbus „FrankenwaldMobil“ angeschlossen. Die Entfernung von der Bushaltestelle zum Bahnhof beträgt ca. 150 Meter. Fahrrad- und Kinderwagen­beförderung im Gepäckabteil des Steuerwagens ist im Rahmen der Platzkapazitäten kostenfrei.

 

Mauthaus

Der etwa auf halber Strecke der Rodachtalbahn gelegene Haltepunkt liegt am Fuße Bayerns größtem Trinkwasserstausee, der Ködeltalsperre. Deren elf Kilometer asphaltierter Rundweg mit fjordähnlichen Taleinschnitten ist ein bekanntes Naherholungsgebiet. Am Staudamm verleiht ein privater Anbieter Fahrräder. In Mauthaus endet der Radweg ins obere Rodachtal. Zwei Gaststätten mit Biergarten laden zum Verweilen ein. Bereits in den 1960er-Jahren wurde das hölzerne Stationsgebäude abgerissen und durch ein einfaches Wartehäuschen ersetzt, welches durch Vereinsmitglieder renoviert wurde. Das Holzverladegleis ist noch vorhanden.

 

Dürrenwaid

Mit dem Erwerb des nördlichen Abschnittes der ehemaligen Neben­bahn Kronach – Nord­halben ging auch das Bahnhofs­gebäude Dürrenwaid in Vereinsbesitz über. Es war jedoch stark sanierungs­bedürftig, ebenso der Bahn­steig, so dass der Haltepunkt im Eröffnungsjahr der Museumsbahn nicht angefahren werden konnte. Erst nach Instandsetzung und Verlängerung des Bahnsteigs im Frühjahr 2008 wurde die Station im Museumsfahrplan aufgenommen. 
Mittlerweile wurde das Bahnhofsgebäude umfassend renoviert und ist wesentlicher Bestandteil des Museumsbahnbetriebes. So finden hier in unregelmäßigen Abständen Modellbahn-, Teddybären- oder historische Traktorenausstellungen statt. Eine kleine Gartenbahn dreht für die jüngsten Fahrgäste ihre Runden, eine Bildergalerie über die Entwicklung der Museumsbahn sowie technische Anlagen des Eisenbahnbetriebes zum Ausprobieren ergänzen das Angebot während des verlängerten Aufenthaltes. Der Bahnhof Dürrenwaid ist mittlerweile Betriebsmittelpunkt für die vereinseigenen Fahrzeuge. Weitere Gleisanlagen zur Hinterstellung und Wartung der Museumsfahrzeuge sind in Planung, ein Abstellgleis wurde bereits wieder errichtet, nachdem die damalige Deutsche Bundesbahn bereits 1985 alle Ladegleise abgebaut hatte.

 

Nordhalben

Der Bahnhof liegt außerhalb des Ortes ca. 120 Meter tiefer in einem Taleinschnitt. Mit dem erhaltenen Bahnhofs­gebäude, dem Güter- und Lokschuppen sowie Neben­gebäude aus den Zeiten der kgl. bay. Staats­eisenbahnen scheint hier die Zeit stehen geblieben zu sein. Das denkmalgeschützte Ensemble befindet sich in Privatbesitz. Der Verein beabsichtigt jedoch, dieses zu erwerben, zu sanieren und in den Museumsbahnbetrieb zu integrieren. Während des ca. 40-minütigen Aufenthaltes an den Betriebstagen bietet der Verein ein bewirtschaftetes Rahmenprogramm an. Zwei Speisewagen laden bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen sowie heißen Würstchen und kühlen Getränken zum Verweilen ein. Bei schönem Wetter findet Biergartenbetrieb statt, an Feiertagen wird der Grill angeheizt. Vereinsmitglieder informieren über Wander- und Ausflugsmöglichkeiten in der Region, ferner können Souvenirartikel der Rodachtalbahn erworben werden. Auf Gleis 3 steht eine Handhebeldraisine für Rundfahrten im Bahnhofsgelände bereit.
In Nordhalben Ort stehen mehrere Gaststätten für das leibliche Wohl bereit. Um 13.00 Uhr öffnet die Klöppelschule an Sonn- und Feiertagen mit der internationalen Spitzensammlung und dem Ortskunde-/​Grenzmuseum ihre Pforten. Bei Bedarf kümmert sich der Verein nach vorheriger Anmeldung um einen Shuttleservice.