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Teddybären- und Kindertag am 16. Oktober 2016

Kurz vor Saison­schluss veranstalten die Eisenbahn­freunde Rodachtal­bahn e. V. am Sonntag den mittler­weile tradition­ellen Teddybären- oder Kindertag auf der Museumsbahn. Alle Kinder in Begleitung ihres Lieblings­stofftieres oder eines Maskottchens dürfen an diesem Tag in Begleitung von Erwachsenen umsonst mit dem historischen Schienenbus fahren. Auf der Rampe des Bahnhofs Dürrenwaid erwarten eine große Schar von Plüschtieren und eine Gartenbahn die kleinen und großen Fahrgäste. Am Bahnhof Nordhalben sorgen die Mitglieder in den beiden beheizten Speisewagen für die Bewirtung der Fahrgäste. Fahrten mit der Handhebel­draisine runden das Programm ab.

Fernsehteam zu Gast

Kürzlich besuchte ein Team von TV Oberfranken die Rodachtalbahn, um im Rahmen der Sendereihe "Die schönsten Seiten des Landkreises Kronach" einen Beitrag zu drehen. Die Aufnahmen entstanden dabei während der Fahrt im Zug als auch neben der Strecke sowie an den Bahnhöfen Steinwiesen, Dürrenwaid und Nordhalben und machen neugierig auf einen Ausflug mit der Museumsbahn ins obere Rodachtal. Mehr bei TV Oberfranken.

Ferienprogramm in Nordhalben

Unter dem Motto „Wir fahren mit der Eisen­bahn“ beteiligten sich die Eisenbahnfreunde Rodachtal­bahn e. V. am diesjährigen Ferien­programm. Tropische Temperaturen schreckten Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren nicht davon ab, sich auf eine Fahrt mit dem Schienenbus zu begeben. Dabei erklärte ihnen Vorsitzender Ralf Ellinger die Signale an der Strecke. So bedeutet z. B. die Zahl 5 auf dem Signal, dass der Lokführer ab hier bis zu 50 km/h fahren darf und das „P“ heißt, hier muss der Lokführer pfeifen, weil ein Bahnübergang folgt. Die Bedeutung der Kilometersteine an der Strecke zeigten die Entfernung bis zum Bahnhof Kronach an. Früher mussten die Großeltern der Kinder mit dem Zug zur Schule oder in die Arbeit nach Kronach fahren und dabei vom Ort ins Tal zu Fuß laufen. Im Winter rutschten die Schüler dabei auf ihrem Schulranzen den Bahnsteig hinunter. Aufmerksam folgten die jungen Fahrgäste den Erläuterungen des Lokführers Erich Lehnhardt, wie der Zug gesteuert wird. Überrascht zeigten sich die Vereinsmitglieder, dass kein Kind das Lenkrad vermisste. So waren unter den Teilnehmern auch einige fachkundige Eisenbahnfans.

Wieder am Endbahnhof eingetroffen war Muskelkraft angesagt. Die etwas stärkeren Jungs mussten die Weichen für den Zug stellen, damit dieser auf das andere Gleis fahren kann, was sich die Mädchen aber auch nicht nehmen ließen. Zuvor wurde aus dem Schlüsselkasten der Weichenschlüssel entnommen und die Weiche aufgesperrt, damit diese nicht von Unbefugten umgestellt werden kann. An den Reflektoren erkennt der Lokführer bereits vom Zug aus, ob der Fahrweg richtig eingestellt ist. Das Highlight war anschließend die Fahrt mit der Handhebeldraisine auf Gleis 3. Auch hier waren „Muckis“ nötig, da das Gleis im Bahnhofsbereich etwas ansteigt, dafür rollte das Gefährt rückwärts etwas leichter. Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Eisenbahner­prüfung. Da alle während des Nachmittags gut aufgepasst hatten, konnte ihnen Ralf Ellinger eine Urkunde aushändigen. Als Belohnung gab es neben einem Getränk auch noch ein Eis. Für die Eltern und Großeltern hatten die Eisenbahnfreunde Kaffee und Kuchen vorbereitet.

 

Heimatkunde auf Schienen

Den Vorschul­kindern der beiden Kinder­gärten sowie den Schülerinnen und Schülern der ersten Klasse der Grund­schule von Stein­wiesen haben die Eisenbahn­freunde Rodachtalbahn e. V. eine besondere Überraschung bereitet. Sie organisierten eine Sonderfahrt mit dem historischen Schienenbus von Steinwiesen nach Nordhalben und zurück. Vor der Fahrt wurden die kleinen Fahrgäste über das Verhalten am Bahnsteig informiert, ebenso, dass die Schienen gerade im Ortsbereich kein Spielplatz sind und der Aufenthalt dort verboten ist, da der Zug aufgrund des Gewichtes und der Reibung viel langsamer zum Stehen kommt. Während der Fahrt erklärte das Personal des Vereins den Kindern die Bedeutung der Signale an der Strecke sowie einige technische Details zum Fahrzeug. Überrascht waren auch die Betreuer, dass der historische Zug aus dem Jahr 1959 auf den 11 km exakt 100 Höhenmeter überwindet. Ungläubig staunten die Vorschul- und Schulkinder, dass man früher, genauer gesagt bis 1976, noch von Nordhalben nach Kronach mit dem Zug z. B. in die Schule oder zur Arbeit fahren konnte, heute übernehmen diese Funktion Omnibusse auf der Straße. Mit der Museumsbahn wollen die Eisenbahnfreunde ein Stück Eisenbahngeschichte im Rodachtal bewahren und gerade der jüngeren Generation die damaligen Möglichkeiten des Reisens ihrer Eltern und Großeltern näherbringen. Begeistert vom lebendigen Heimatkundeunterricht trafen alle Fahrgäste mit zahlreichen neuen Eindrücken wieder am Bahnhof Steinwiesen ein.